70 Jahre AKR und kein Ende in Sicht? (Teil 1)
-
AKR-Schäden an einem 17 Jahre alten Tunnelbauwerk...
-
AKR-Schäden an einem Autobahnabschnitt auf der...
-
AKR-Gelzusammensetzungen an unterschiedlichen...
-
AKR-Schadensfälle
-
Risse im Gesteinskorn und im umgebenden...
-
Risse im Gesteinskorn und im umgebenden...
-
Schematische Darstellung des Ablaufs der...
-
Löslichkeit von amorphem/kristallinem SiO2 in...
-
Löslichkeit verschiedener SiO2-Modifikationen in...
-
Gemessene Quelldrücke verschiedener synthetischer...
-
Auslaugung von Betonprobekörpern mit...
-
AKR-Schäden an einem Wasserbauwerk
Zusammenfassung: Die betonschädigende AKR ist eine äußerst komplexe Langzeitreaktion. Bei den langsam und spät reagierenden Gesteinskörnungen spielen die Menge und der Zustand des Quarzes die entscheidende Rolle. Das Alkali-Silicat-Gel ist nur in einem bestimmten Bereich des CaO-Gehaltes quellfähig. Somit sind alle Zusatzstoffe zum Zement, die das bei der C3S- und C2S-Hydratation gebildete Ca(OH)2 binden, hilfreich, eine betonschädigende AKR zu vermeiden. Durch die konsequente Anwendung der gegenwärtig verfügbaren Prüfverfahren, insbesondere der AKR-Performance-Prüfung, kann eine betonschädigende AKR vermieden werden. Teil 1 des Beitrages beschreibt die Mechanismen der AKR sowie Vor- und Nachteile von Prüfverfahren, in Teil 2 werden dann spezielle Forschungsansätze und Prüfverfahren im Detail mit Ergebnissen sowie einige AKR-Schadensfälle vorgestellt.
1 Einleitung
Betonschäden in Form von Netzrissen, Abplatzungen und Gelausscheidungen wurden erstmals 1940 von Stanton als das Ergebnis einer Reaktion zwischen den Alkalien des Zementes und Gesteinskörnungen mit löslicher Kieselsäure erkannt [1]. Als weltweit erster dokumentierter Schadensfall gilt ein Wasserkraftwerk (Buck Hydroelectric Plant) am New River in Virginia (USA), bei dem 1922, nur 10 Jahre nach dessen Bau, Schäden festgestellt wurden [2]. Die AKR-Schäden in den USA führten in den Jahren nach 1940 zu umfangreichen Ursachenforschungen, zur Entwicklung von Prüfverfahren und zur...
Jochen Stark, Ernst Freyburg, Katrin Seyfarth, Colin Giebson, Doreen Erfurt
F.A. Finger-Institute for Building Materials Science, Bauhaus-University, Weimar/Germany
Mehr erfahren Sie in der Heftausgabe



