Trends bei der Stromerzeugung aus Abwärme in Zementanlagen

Zusammenfassung: Die ­Stromerzeugung aus Abwärme in Zementwerken ist lange Zeit kontrovers diskutiert worden. Heute gibt es kaum noch jemanden, der nicht von dem Konzept überzeugt ist. Je nach Technik lassen sich 30–45 kWh/tKlinker erzeugen, was bis zu 30 % des be­nötigten Strombedarfs eines Zementwerkes entspricht. Die Vorteile der Technologie liegen auf der Hand. Mit steigenden Strom- und Energiekosten werden die Anlagen immer wirtschaftlicher und die CO2-Diskussion schafft zusätzliche Anreize. In dem nachfolgenden Bericht werden eine Übersicht zu der Technologie geliefert und die Technologieanbieter, Referenzanlagen und eine Marktaussicht vorgestellt.

1 Einleitung

Pionierunternehmen bei der Einführung von Abwärmerückgewinnungsanlagen (WHR = Waste Heat Recovery) in der Zementindustrie waren japanische Firmen. 1980 nahm eine WHR-Anlage der Kawasaki Heavy Industries (KHI) bei Sumitomo Osaka Cement den Betrieb auf [1]. Eine erste große Anlage mit 15 MW existiert seit 1982 bei Taiheiyo Cement (Bild 1) im Werk Kumagaya. Dort werden Abhitzekessel für die Ofen- und Kühlerabluft mit einem konventionellen Dampfkreislauf und nachgeschalteter Dampfturbine zur Stromerzeugung eingesetzt. Einen anderen Weg ging man bei HeidelbergCement. Im Werk Lengfurt...

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