Höxberg-Gespräch über Krise und Spekulantentum

138. Höxberg-Gespräch, Beckum/Deutschland (11.11.2010)

„Krise und Spekulantentum – sie sind originäre Bestandteile des globalen Wirtschaftssystems und nicht allein dessen Bedrohung.“ Diese These stellte Prof. Dr. Michael Hüther (Bild 1), Honorarprofessor an der European Business School und Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, anlässlich des 138. Höxberg-Gespräches am 11.11.2010 im Berufskolleg in Beckum/Deutschland auf. Rund 350 Teilnehmer folgten der Einladung des Arbeitgeberverbandes Zement und Baustoffe e.V. (azb), der das Höxberg-Gespräch zu ganz verschiedenen aktuellen Themen vor über 35 Jahren ins Leben gerufen hat.

 

Hüther, der sich umfassend mit den Ursachen und der Auswirkung der Krise beschäftigt hat, nannte als Ursachen der Krise, die Spekulationsgeschäfte der Banken und eine überzogene Wachstumseuphorie. Zukünftig solle man Konjunkturschwankungen als normales Phänomen ansehen. Das Handeln der Politiker in Form von der Verabschiedung von Konjunkturprogrammen, Knüpfung von Rettungspaketen für Banken und Verlängerung der Kurzarbeiterregelung bewertete Hüther sehr positiv. Aus der Krise seien mit den Vorschriften für die Eigenkapitalquote von Banken und für Rating Agenturen sowie mit der Stärkung der Finanzaufsicht die richtigen Konsequenzen gezogen worden – allerdings empfahl er eine unabhängige Behörde, ähnlich dem Kartellamt, die die Finanzaufsicht realisieren sollte.

 

Begrüßt wurde der Referent durch den ­neuen azb-Vorsitzenden Dr. Jürgen Winkelmann (Bild 2). Der 57-Jährige, der am 11. Juni 2010 in Kiel einstimmig für zwei Jahre gewählt wurde, ist hauptamtlich als Vice President Human Resources der CEMEX Deutschland AG in Ratingen tätig.

 

Das 139. Höxberg-Gespräch findet am 2. Februar 2011 zum Thema „Der Ozean der Zukunft – zu hoch, zu warm, zu sauer?“ statt. Referent ist Prof. Dr. Martin Visbeck, stellvertretender Direktor am Leibnitz- Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR, Kiel.

www.agvzem.de

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