Einfluss der Granulationsbedingungen und Leistungsfähigkeit von Hüttensand – Teil 1: Granulationsbedingungen

Institute for building Materials Research (FEhS), Duisburg/Germany

Die Laborgranulation ist sehr gut geeignet, um sowohl den Einfluss einer unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung von Hüttensanden auf deren Reaktivität als auch den Einfluss unterschiedlicher Granulationsbedingungen auf die physikalischen Hüttensandeigenschaften aufzuzeigen. Der erste Teil des Beitrages beschäftigt sich mit den Granulationsbedingungen.

1 Einleitung

In Hüttenwerken erfolgt die schnelle Abkühlung der meist 1440–1540 °C heißen flüssigen Hochofenschlacke zum Hüttensand in der Regel durch Abschrecken mit Wasser bei einem hohen Wasserüberschuss (etwa 10:1). Dabei wird der Schlackestrahl in Partikel < 5 mm zerrissen, die weitestgehend glasig erstarren. Der nasse Hüttensand entwässert in Silos oder Freilagern, enthält aber aufgrund seiner Granulometrie und der mehr oder weniger porigen Struktur noch Wasser, wenn er für die Zementherstellung bereitgestellt wird. Diese Feuchte muss zum einen transportiert und zum anderen vor oder...

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